Sextil (60°): eine Möglichkeit, die man ergreifen muss

Sechzig Grad: die Planeten stehen in verträglichen Elementen, die Verbindung ist wohlgesinnt, tut aber von sich aus nichts.

Sextil
60° · Orbis 5-6.5°

Was dieser Aspekt ist

Sechzig Grad, der Kreis geteilt durch sechs. Die Planeten stehen in Elementen, die nicht im Streit liegen: Feuer mit Luft oder Erde mit Wasser. Der engste Orbis unter den Hauptaspekten, bis 6.5 Grad bei der Sonne und 5 Grad zwischen den übrigen Körpern.

Im Geburtshoroskop

Das Sextil beschreibt eine Fähigkeit, die leicht einzusetzen und ebenso leicht zu übersehen ist. Anders als das Trigon läuft es nicht im Hintergrund: es ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine bequeme Möglichkeit. Im Horoskop erkennt man ein Sextil oft daran, was ein Mensch ohne Anstrengung tut, wenn ihm einfällt, dass er es kann.

Im Transit

Ein Transitsextil öffnet ein Fenster. In diesen Tagen kostet Handeln im Thema der beiden Planeten weniger als sonst, aber es geschieht nicht von selbst. Deshalb lohnt es sich, Sextile vorab aus dem Transitkalender zu nehmen und Gespräche, Einreichungen und kleine Anfänge darauf zu legen.

Typische Lesefehler

Das Sextil wird häufig mit dem Trigon verwechselt und man erwartet, dass es sich selbst erledigt. Das tut es nicht: es ist eine Möglichkeit, keine Gegebenheit. Der zweite Fehler ist ein zu weiter Orbis: beim Sextil ist er der engste der Hauptaspekte, und eine Verbindung mit acht Grad Abstand ist kein Sextil mehr, so gern man es sehen möchte.

Hauptaspekte

Orbis je Körper

  • Sonne 6.5°
  • Mond
  • Merkur
  • Venus
  • Mars
  • Jupiter
  • Saturn
  • Uranus
  • Neptun
  • Pluto

Der Orbis eines Paares ist die kleinere der beiden Zahlen. Eine Konjunktion von Sonne und Pluto gilt bis 5 Grad, weil Pluto diesen Wert hat, auch wenn die Sonne 12 hat.

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